CMI Ostafrikanische Region

Carmelites of Mary Immaculate – Mission in Kenia

Prof. Dr. Paul Chummar

Mein „Ist-Zustand“: Nach fast einem Jahr melde ich mich wieder mit diesem Rundbrief. Der Tradition folgend wollte ich mich bereits zur Advents-, Weihnachts- und Neujahrszeit melden. Leider war ich damals von einer schweren Grippe betroffen, und es kam sogar zu zwei Rückschlägen. Als ich wieder richtig auf den Beinen war, war bereits Mitte Januar 2026. Inzwischen habe ich mich gut erholt und fühle mich wieder sehr wohl. Gerade habe ich einige medizinische Untersuchungen hinter mir und den „Gesundheits-TÜV“ gut bestanden. Na ja … mit ein wenig Unterstützung durch Medikamente bin ich nun fast „rundumerneuert“. Mein Gesundheitsgeheimnis bleibt weiterhin viel körperliche Bewegung und Gartenarbeit.

„Ist-Zustand“ des HUDUMA-Projektes: In diesem Jahr können wir bereits das zehnjährige Jubiläum der Bauarbeiten begehen. Gott sei Dank sind inzwischen alle Gebäude der Behinderteneinrichtung fertiggestellt: die Sonderschule, das Internat, die Waschräume, die Küche mit Vorratsraum, die Wäscherei, der Personalaufenthaltsraum, die Therapie- und Werkräume sowie die Außenanlagen mit über 4000 m² Pflasterfläche – besonders wichtig für die Rollstuhlfahrer.
„Ist-Zustand“ der HUDUMA-Sonderschule: Die Sonderschule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche ist seit diesem Jahr als Tagesschule in Betrieb. Da in den Gebäuden noch Teile der Inneneinrichtung fehlen, können wir derzeit nur Tagesschüler betreuen, die täglich zu uns gebracht werden. Das Mittagessen für die Kinder wird von unserer Ordensschwester gekocht.

„Ist-Zustand“ der HUDUMA-Tagesklinik: Nach zwei Jahren Erfahrung mit der Tagesklinik für die Menschen der Umgebung sind die Menschen sehr dankbar. Dies zeigt sich durch die ständig steigende Zahl der Patienten, die zu uns zur Behandlung kommen. Sie werden durch unser kompetentes medizinisches Team mit Ärztin, Ordenskrankenschwester, Laboranten sowie weiteren unterstützenden Kräften behandelt. Bis Ende April 2026 konnten wir bereits über 5500 Patienten behandeln. Unter anderem erhalten alle Patienten kostenlose Registrierung, Konsultation, Behandlung und Impfungen sowie ermäßigte Preise für Medikamente und Laboruntersuchungen. Von Zeit zu Zeit werden wir auch von deutschen und europäischen Ärzten unterstützt. Ich bemühe mich sehr darum, dass solche Einsätze durch Fachkräfte regelmäßig kommen werden, damit die armen Patienten eine noch bessere medizinische Versorgung erhalten können.

„Ist-Zustand“ der Betriebskosten der Tagesklinik und Sonderschule: Die Wirtschaftsprüfung vom April 2026 brachte leider kein gutes Ergebnis: Im Durchschnitt haben wir monatlich ein Defizit von über 2400 Euro. Davon werden etwa 1000 Euro durch regelmäßige Spenden gedeckt.
Ein kleines Jubiläum: Vor 25 Jahren bin ich auf eigenen Wunsch nach nach Kenia, gegangen. Davon war ich knapp fünf Jahre aus gesundheitlichen Gründen wieder in Deutschland. Doch auch während dieser Zeit konnte ich durch die Hilfen großzügiger Menschen einiges für die Menschen in Not in Kenia, aber auch in Madagaskar tun – besonders in Zeiten der Hungersnot sowie im Bildungs- und Sozialbereich. Es ist für mich eine große Freude zu erleben, wie sich vieles entwickelt hat. So besteht zum Beispiel die „Chavara CMI Schule“ in der Nähe des HUDUMA-Projektes in Kibiko nun seit zwölf Jahren. Inzwischen besuchen über 930 Schülerinnen und Schüler diese Schule, die einen sehr guten Bildungsstandard bietet. Alle unsere 12 Schulen genießen einen guten Ruf wegen ihres hohen Bildungsstandard bei gleichzeitig sehr niedrigen Kosten für die Schüler. Sicherlich ist das HUDUMA-Projekt mit seinen drei Bereichen – Tagesklinik, Sonderschule und Therapiezentrum – das größte und zugleich aufwendigste Projekt für die Ärmsten und Benachteiligten. Was nun noch dringend angeschafft werden muss, damit die gesamte Einrichtung voll funktionsfähig wird, steht im Brief des Bischofs von Ngong. Ich bin mir ganz sicher, dass viele Menschen bei der Vollendung des HUDUMA-Projektes mithelfen werden.

Nachhaltigkeitskonzept: Ein soziales Projekt für arme Menschen im Land der Nomaden bleibt auf die Großzügigkeit der Spender angewiesen. Dennoch habe ich inzwischen konkrete Schritte für die Nachhaltigkeit des Projektes in Angriff genommen. Es soll eine dauerhafte Einnahmequelle entstehen, die mit der Zeit einen großen Teil des Projektes selbst tragen kann.

Landwirtschaft auf dem Grundstück: Kenia exportiert Avocados und Eier. Auf dem etwa sechs Hektar großen HUDUMA-Gelände möchten wir deshalb eine Avocado- und Hühnerfarm aufbauen. Ein entsprechendes Unternehmen befindet sich derzeit im Gespräch, damit ein dauerhaftes Einkommen ermöglicht werden kann.

Patenschaften und medizinische Hilfen: Eine weitere Möglichkeit sind Patenschaften – sei es für die Behandlungskosten eines Patienten oder für die Betreuung eines geistig behinderten Kindes oder Jugendlichen. Für medizinische Hilfen pro Patient sind Spenden von 10, 20, 30, 50, … Euro bereits eine große Unterstützung. Die Betreuungskosten der behinderten Kinder und Jugendlichen einschließlich der täglichen Mahlzeit pro Schüler – betragen mindestens 4 Euro pro Tag. Da das ganze Projekt nun fertig gebaut ist, wird es im Laufe der Zeit auch immer besser betrieben werden können. Daran glaube ich fest. Denn: „Viele kleine Leute, die an vielen kleinen Orten viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern“ (Aus Afrika). All meinen tiefen Dank schließe ich jeden Tag in mein Gebet ein – bereits im Morgengebet.

Herzlich, Paul

HUDUMA link: Sonderschule und REHA, rechts: Tagesklinik
HUDUMA link: Sonderschule und REHA, rechts: Tagesklinik
... ein normaler Tag in der Tagesklinik
... ein normaler Tag in der Tagesklinik
Internatsgebäude für geistig behinderte behinderte
Internatsgebäude für geistig behinderte behinderte
... zwischen der Sonderschule und dem Internatsgebäude
... zwischen der Sonderschule und dem Internatsgebäude

Zur Unterstützung des HUDUMA-Projekts

CMI Unterstützung für Ostafrika e. V. • Volksbank eG • IBAN: DE37 6649 0000 0029 8367 01 • BIC: GENODE61OG1