CMI Ostafrikanische Region

Carmelites of Mary Immaculate – Mission in Kenia
CMI

P. Paul Chummar C. CMI

CMI-HUDUMA Reha. Centre in Kibiko, Kenia, Ostafrika

pchummar@gmail.com · WhatsApp: +254 722 27 87 88

Postanschrift: HUDUMA, Post Box 3348 Nyayo Stadium – 00506 Nairobi – Kenia – Ostafrika

Im August 2021

Zunächst darf ich Ihnen/Euch/Dir einen herzlichen Gruß aus Deutschland senden. Dieses Mal bin ich nur für einen kürzeren Besuch da. Aufgrund der Ausbreitung der globalen Pandemie konnte ich letztes Jahr zu meinen üblichen „Fundraising-Touren" nicht kommen. Und dieses Mal finde ich hier im Land eine sehr bedrückende Lage durch die Hochwasserkatastrophe vor: Menschen, die ihre lieben Angehörigen oder ihre Existenz verloren haben und nicht wissen, wie es weiter gehen soll: diese Bilder sehe ich vor meinen Augen. Ich hoffe und wünsche, dass die Leidtragenden auf viele offene Herzen stoßen und helfende Hände zur Linderung des unsagbaren Leides gereicht bekommen. Außerdem denke ich noch an die Menschen, die ihre Angehörigen durch Covid verloren oder an den Folgen der Pandemie zu leiden haben. Auch wenn ich dieses Mal viele unserer Wohltäter nicht persönlich besuchen kann, fühle ich mich verpflichtet, mich durch einen Rundbrief zu melden, um vor allem über den „Ist-Zustand" der „HUDUMA (= Fürsorge) Behinderteneinrichtung" – eine Einrichtung für 110 geistig und körperlich behinderte Kinder und Jugendliche – ein klein wenig zu berichten.

Ausbreitung der Pandemie in Kenia und ihre Folgen

Trotz der Prognosen einer unkontrollierten Ausbreitung der Pandemie sind diese und die Nachwirkungen nach offiziellen Angaben einigermaßen unter Kontrolle geblieben. Der Grund dafür ist die Durchführung strenger Regelungen, die heute noch gelten; dazu kommt auch die Impfkampagne, die vor allem durch die Geberländer ermöglicht wurde. Ich selbst habe die zweite Impfung Anfang Juni dieses Jahres erhalten und konnte so ausreisen.

Die Pandemie hat der wirtschaftlichen Lage des Landes und dem alltäglichen Leben der Menschen, fast wie überall, sehr geschadet: die Preise für die lebensnotwendigen Artikel sind 30 bis 35 % gestiegen; denn die Einfuhr aus dem Ausland ist weggeblieben; die Produktion in vielen Bereichen im Lande ist durch das Verbot des Zusammenseins- und Arbeitens nicht mehr möglich; viele sind arbeitslos geworden; einfache Menschen haben kaum Geld für die Alltagsbelange.

Kleinere Bauarbeiten unter eigener Regie – und weiter …

In dieser schwierigen Lage konnten wir die Arbeiten am Bau mit 30–40 Bauarbeitern nicht fortführen. Dennoch habe ich versucht, mit einigen Mitarbeitern unter eigener Regie kleinere Arbeiten durchzuführen: Unterbau der Straßen im Gelände zwischen den drei Hauptgebäuden, Tagesklinik, Sonderschule, Schlafräume, Waschräume, Küche mit Vorratsräumen, usw.; Regenwasser-Drainagen, Abflusswasserleitungen, Außenanlagegestaltung usw. Dieses „Do-it-Yourself" – „Mach es selbst" hat zwei Vorteile: über die Hälfte der Baukosten konnten eingespart und ein besseres Verständnis über die Lebenslage meiner Mitarbeiter durch mein Mit-Schaffen gewonnen werden.

Ist-Zustand des Projektes

Das erste Gebäude des Projektes, die Tagesklinik mit Therapiemöglichkeiten ist schon über ein Jahr fertiggestellt und seit August 2020 wohne ich zusammen mit einem Mitbruder aus der Gemeinschaft im ersten Stock. Da wir nun einige Gästezimmer haben, möchte ich Gäste oder Volontäre herzlich bei uns willkommen heißen. Es erfüllt mich mit großer Freude, dass ich nun die bis jetzt empfangene Gastfreundschaft vieler selbst ausüben kann und darf. Über jeden Besuch würde ich mich sehr freuen. Für eine rechtzeitige Kontaktaufnahme dazu wäre ich dankbar.

Wie geht's weiter …?

Wenn es keinen starken Anstieg der Pandemie in unserer Gegend von HUDUMA geben wird, steht dem Weiterbau der Behinderteneinrichtung ab September nichts im Wege. Ich hoffe bis dann auch die fehlenden Finanzmittel für die Fertigstellung der Einrichtung zu erhalten. Auf eine unerwartet zugesagte Hilfe durch die „Deutsche Botschaft, Nairobi" warte ich nun.

Nachhaltigkeit unserer Arbeit

Ich werde immer wieder über die Nachhaltigkeit der verschiedenen Projekte gefragt. Durch den ein oder anderen Testaments-Nachlass einiger verstorbener Wohltäter und Freunde habe ich Gelder an eine neu gegründete und durch das Finanzamt bewilligte „Stiftung für CMI-Ostafrikahilfswerke", als eine Untergliederung des E. V.s, übergeben. Diese Stiftung ist, wie der E. V., gemeinnützig anerkannt und auch berechtigt, Spendenbescheinigungen auszustellen, um damit unsere soziale Bildungs- und Pastoralarbeit in Ostafrika zu unterstützen.

Gestärkt und ermutigt …

Wie jedes Mal bei meinem Besuch hier tanke ich viel Energie und auch Elan für meine Aufgabe, die ich für die meist benachteiligten geistig und körperlich behinderten Kinder und Jugendlichen Afrikas tun darf. Ich bin allen zutiefst dankbar, die durch ihre Freundschaft, Ermutigung und Unterstützung mich stärken. All meine tiefe Dankbarkeit schließe ich wie immer im Gebet ein und bitte Gott um seine schützende Hand für alle weltweit in dieser schwierigen Zeit. Nach meinem kurzen Besuch werde ich Mitte August nach Kenia zurückkehren und hoffe auf ein frohes Wiedersehen.

Mit herzlichem Gruß
Pater Paul
(P. Paul Chummar C. CMI)

PS: Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Spendenbescheinigungen u. U. erst am Ende des Kalenderjahres von den zuständigen Stellen zugeschickt werden können. Denn alle unsere unterstützenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tun ihren Dienst und Beitrag unentgeltlich und daher entstehen auch keine Verwaltungskosten.

Zur Unterstützung des HUDUMA-Behindertenprojektes

CMI Unterstützung für Ostafrika e. V. • Volksbank eG • IBAN: DE37 6649 0000 0029 8367 01 • BIC: GENODE61OG1

Zur Unterstützung unseres HUDUMA-Behindertenprojektes oder eines anderen Projektes verwenden Sie bitte wegen der Spendenbescheinigungen.